Geplanter Bremshügel erregt die Gemüter

Dass Kleinigkeiten manchmal bereits ausreichen, um einen handfesten Streit auszulösen, ist nichts Neues. Zu einem Zwist in der Gemeinde führt aktuell der Plan des Bürgermeisters.

Die Sicherheit unserer Jüngsten steht an oberster Stelle. So vermutlich auch auf der Prioritätenliste der Fügener Gemeindeverwaltung. Im Sinne dessen kam den Verantwortlichen vermutlich auch der sehr lobenswerte Gedanke, nämlich die Geschwindigkeit von Fahrzeugen zu verringern, um eine Verkehrsberuhigung im Bereich des Kindergartens und der dort ansässigen Schulen herbeizuführen.

Obwohl im Bereich Lindenweg längst Zone 30 herrscht, sind Verwaltungsübertretungen hier nahezu an der Tagesordnung. In der Vergangenheit versuchte man den Verkehrssündern durch verstärkte Kontrollen Herr zu werden, zeitweise wurden sogar Radarfallen aufgestellt und mobile Geschwindigkeitsmessgeräte installiert.
All dies führte leider nicht dauerhaft zum gewünschten Erfolg, weshalb nun abermals der Vorschlag einer straßentechnischen Veränderung im Raum steht. Im Bereich vor der Polytechnischen Schule Fügen soll ein Bremshügel errichtet werden. Dem Vernehmen nach sei die Entscheidung nicht auf einen mobilen Hügel (im Winter für die Schneeräumung demontierbar), sondern eine breite Asphalterhöhung mit einem Zebrastreifen gefallen.

 

Die Pläne der Gemeinde stoßen Einsatzkräften sauer auf…

So löblich der Gedanke an sich ist, rief er auch schnell Kritiker auf den Plan. Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr befürchten enorme Behinderungen durch die Errichtung eines solches Verkehrshindernisses. Vor allem im Einsatzfall könnte sich die unmittelbare Nähe des Bremshügels zum Feuerwehrhauptquartier als äußerst kritisch erweisen.

Bei einer Alarmierung sind oftmals Minuten entscheidend. Müssen die zum Einsatz eilenden Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr aber erst abbremsen, um überhaupt an ihre Gerätschaften zu kommen, und die Einsatzfahrzeuge bei nordseitiger Ausfahrt ebenso, kann hier wertvolle Zeit verloren gehen.

Hinzu kommt, dass bei Nichtbeachtung des Bremshügels, also wenn die Geschwindigkeit trotz des errichteten Hindernisses nicht verringert wird, eine entsprechende Abnützung der Stoßdämpfer u.ä., sowohl bei den Privatfahrzeugen der FeuerwehrlerInnen, als auch den Einsatzfahrzeugen der Freiwilligen Feuerwehr zu erwarten ist. Hiervon sind die zahlreichen Schülerbusse, die die Kinder und Jugendlichen aus den umliegenden Ortschaften täglich von und zu den Fügener Schulen transportieren, natürlich gleichermaßen betroffen.

Im Sinne der Allgemeinheit bleibt also zu wünschen, dass sich der Gemeinderat noch über alternative Lösungsmöglichkeiten Gedanken macht, um die Verkehrssituation am Lindenweg zu entschärfen und die Sicherheit der nächsten Generation noch weiter zu verbessern.

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2 Gedanken zu “Geplanter Bremshügel erregt die Gemüter

  1. Die Feuerwehr Fügen hat im Ausschuss für breite Bremshügel gestimmt, also nicht solche wie z.B. beim Hotel Alpina aber so, wie bei der Brücke über den Rissbach auf derselben Straße weiter taleinwärts, die keinem Fahrzeug beim richtigen Tempo schaden aber den Zweck des aufmerksamen Langsamfahrens erfüllen.

    Bitte zuerst die richtigen Quellen befragen oder direkt bei der Feuerwehr anrufen bevor man solche Behauptungen veröffentlicht. Bitte nichts auf die Feuerwehr schieben, was irgendwer anderes nicht will.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Schriftführerin der Feuerwehr Fügen
    HV Verena Haun

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    1. Hallo Verena! Vielen Dank für deine Stellungnahme und deinen Einsatz bei der FF Fügen!
      Wie im Beitrag beschrieben geht es hier um die Meinung diverser Mitglieder des Vereins, die mit ihren Bedenken dezidiert an uns herangetreten sind. Möglicherweise gerade weil die offizielle Linie der FF bereits mit der Gemeindeverwaltung akkordiert war, wollte man in diesem Rahmen die Öffentlichkeit, und im Speziellen die verantwortlichen Entscheidungsträger auf etwaige Diskrepanzen hinweisen, was offensichtlich gelungen ist. Vielen Dank und Gut Heil!

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