FügenBlog exklusiv: Der Einspruch

Wie bereits berichtet (hier nachlesen) wurde bei der Bauverhandlung Einspruch erhoben, was zu erheblichen Verzögerungen beim Bau der neuen Talstation bzw. der Gondelbahn führen kann. Wie geht es jetzt weiter mit dem Bau? Und was ist tatsächlich vorgefallen? Den Einspruch exklusiv hier nachlesen…

Die Gerüchteküche im Dorf brodelt, viele lassen kein gutes Haar am ortsansässigen Sportartikelhändler. Dass das Ganze noch nicht in einer regelrechten Hexenjagd ausgeartet ist, haben die Betroffenen wohl auch der bis dato sehr ausgewogenen Berichterstattung in den hiesigen Medien zu verdanken.

Einspruch noch nicht zurückgezogen!

Bei der Gemeinderatssitzung am Fügenberg vergangenen Donnerstag, wurde die Liste der Forderungen der Familie Unterlercher an die Familie Schultz verlesen. In dem sechsteiligen Forderungskatalog sei von Dienstbarkeitsrechten, Servituten und Grundstückszugängen die Rede, ebenso wie Parkplätzen und diversen Mitspracherechten bei zukünftigen Umbauten.

Dem Vernehmen nach vermuteten viele, dass die Einspruch erhebende Partei sich nicht davor scheuen würde, auch in die zweite oder dritte Instanz zu gehen, was selbstverständlich zu einer erheblichen Verzögerung beim Baustart führen würde! Im persönlichen Gespräch zeigt sich Josef Unterlercher hingegen eher versöhnlich, er poche lediglich auf sein gutes Recht als ehrlicher Geschäftsmann. Für eine offizielle Stellungnahme war man seitens der Familie Unterlercher leider nicht bereit. Sollten sich die beiden Parteien nicht im Vorfeld einigen können, bzw. der Einspruch zurückgezogen werden, geht man aktuell von einer rund 3-4 wöchigen Verzögerung – bei einer erstinstanzlichen Entscheidung – aus. Werden hier sämtliche rechtlichen Möglichkeiten ausgeschöpft, natürlich entsprechend länger.

Worum geht es beim Einspruch?

Beim vorliegenden Einspruch geht es hauptsächlich um Abstände und Dienstbarkeiten. Die wichtigsten Passagen im Detail hier nachlesen: Einspruch Josef Unterlercher, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Klaus Nuener

Das ist Sache

Hier von gegenseitiger Erpressung zu sprechen wäre sicherlich zu weit gegriffen, dass beide Parteien aber bewusst auf den Druck der Öffentlichkeit setzen, um den jeweils anderen gefügig zu machen, liegt wohl auf der Hand.

Unterlercher hätte die strittigen Punkte bereits im Vorfeld klären können, sowohl mit Rechtsbeistand als auch ohne. Ebendies erst zum Zeitpunkt der Bauverhandlung geltend zu machen, ist einerseits zwar taktisch klug, weil man damit den Bauwerber unter Zugzwang setzen kann. Andererseits, und dies wird umso deutlicher wenn man das nunmehrige Echo aus der Dorfbevölkerung und die ohnehin bereits vorhandenen Ressentiments der FügenerInnen betrachtet, könnte sich der Sportartikelhändler hier mit seinem Kalkül ein ‚gewaltiges Eigentor‘ geschossen haben.

Den Druck der Öffentlichkeit macht sich selbstverständlich auch die Gegenseite zu Nutze. Mit dem Schreckensszenario – ein Winter ohne Bahn – kippte die Stimung im Dorf deutlich pro Schultz. Nicht nur die umliegenden Hoteliers und Unternehmer machen zum Teil lauthals ihrem Unmut Luft, auch große Teile der Bevölkerung halten sich kaum noch zurück, wenn es um die Spieljochbahn geht. Nicht zuletzt kommen dadurch auch die gewählten Repräsentanten gehörig unter Druck. An Fügen’s Stammtischen wagten sogar erste, die Forderung nach einem Rücktritt offen auszusprechen. Doch soweit muss es nicht kommen.

Wie geht’s jetzt weiter?

Nachdem die beiden Konfliktparteien in Gesprächen bis dato zu keiner Übereinkunft gekommen sein sollen, wird wohl der Behördenweg angestrengt werden. Zu bedenken gilt es hier, dass es von den vorherigen Eigentümern der Spieljochbahn rechtsgültig ausgehandelte Verträge gibt, die bei Interesse jederzeit im Grundbuch eingesehen werden können. Einer Experteneinschätzung zufolge seien hierin auch alle Eventualitäten für einen Um- bzw. Neubau ausreichend geregelt.

 

Es geht los!

Trotz allem soll pünktlich nach dem verfrühten Saisonende am kommenden Wochenende mit den Abrissarbeiten der alten Spieljochbahn begonnen werden. Am heutigen Montag sind bereits die ersten Bagger aufgefahren, zu allererst wird von der Firma Strabag die Umfahrungsstraße für die Baustelle errichtet. Für Interessierte: die ’neue Straße‘ wird quasi als Verlängerung zur jetzigen Pankrazbergstraße weitergeführt, und geht südlich von ‚Kohler Gerti‘ über die Parkplätze der Spieljochbahn in Richtung Hotel Schiestl ‚Gansl‘ zur Hochfügenerstraße.

 

Wie geht es nach dem Abriss weiter?

Was passiert wenn die alte Bahn erstmal abgetragen wurde, bzw. wann ein Baustart erfolgen wird, kann man zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht definitiv vorhersagen. Aktuell ist hinsichtlich des Baustarts alles offen, es bleibt also vorerst unklar wann und ob die neue Dorfbahn tatsächlich gebaut wird.

Das Beste kommt zum Schluss

Ganz abgesehen von den Schwierigkeiten rund um die neue Talstation sollten die diversen Baustellen auf dem Berg planmäßig vorankommen. Einem Skivergnügen für die vielen Einheimischen und Gäste am Spieljoch steht also auch im Winter 2017/18 nichts im Wege, schlimmstenfalls müssen die Wintersportler über die im letzten Winter eröffnete Geolsbahn ins Skigebiet aufsteigen!

 

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