FügenCard

Die letzten 6 Monate haben zahlreiche Neuerungen in Fügen gebracht. Vom Amtswechsel im Bürgermeisterbüro angefangen, bis zum kürzlich vollzogenen Eigentümerwechsel der Spieljochbahn. Viele FügenerInnen wünschen sich nun vor allem für Familien ein attraktives, leistbares Freizeitticket.

Aktivitäten an der frischen Luft und in der freien Natur sind für die Entwicklung unserer Kinder und Jugendlichen sicherlich maßgeblich und prägend. Mit diesem Gedanken, und auch dem Hauptanliegen, nämlich der Förderung von Fügener Familien, wurde seinerzeit die sogenannte Fügen-Card geschaffen.

Die Belastungen für (junge) Familien sind in den letzten Jahren nicht gerade weniger geworden, auf der anderen Seite steht der stetige Ausbau bestehender Freizeitmöglichkeiten und die Schaffung neuer Attraktionen, deren Nutzung eben auch seinen Preis hat.

 

Die Ausgangslage

Eine Familie aus Kapfing betont gegenüber dem Team FügenBlog den Bedarf eines solchen Tickets, wie der FügenCard, vor allem für Durchschnittsverdiener. ‚Für Familien mit Kindern sei eine solche Card mehr als wünschenswert und vor allem deutlich billiger, als wenn man alle Saisonkarten (Bergbahn, Therme, Freibad und Eislaufplatz) separat kaufen muss.‘

 

Eine Fügener Mutter fasst die Thematik wie folgt zusammen:
„Viele Tiroler müssen ja sowieso über die Zillertaler schmunzeln, dass sie keine einheitliche Card ‚zusammenbringen‘ und der Preisunterschied zu den anderen Cards ist eigentlich auch enorm. Insbesondere wenn man bedenkt, dass bei den anderen Cards das Angebot der beteiligten Bahnen, Freibädern etc weitaus höher ist. Möchte aber festhalten, dass wir – unsere Familie – mit dem bisherigen Angebot der Fügencard immer zufrieden waren.“

Preise und Angebot – ein Überblick:

Bei der Fügen-Card sind die Eintritte zur Erlebnistherme Zillertal, zum Eislaufplatz, ins Heimatmuseum, ins Feuerwerk, und zu den Spielen des SV Fügen inkludiert, sowie die Benützung der Spieljochbahn im Sommer wie Winter mit Bergwerk und aller Freibäder im gesamten Zillertal. Für eine Familie mit zwei Erwachsenen und drei minderjährigen Kindern (diese Konstellation ist exemplarisch, und wird für die nachfolgenden Berechnungen ident verwendet), entstehen so abzüglich der Familien- bzw Sportförderung Gemeinde Fügen von 100,-€, Kosten in der Höhe von  1.584,- €.

Bei der Tirol Regiocard würde dieselbe Familie, unter Berücksichtigung der Familienförderung des Landes Tirol, immerhin noch mit 1.012,-€ zur Kasse gebeten werden. Obwohl diese Karte im Vergleich weitaus am günstigsten erscheint, ist an dieser Stelle zu betonen, dass sich die angebotenen Attraktionen im Rahmen dieser Regionalkarte lediglich auf die Bezirke Imst, Innsbruck-Land, Landeck und Reutte beschränken, nicht jedoch auf das Tiroler Unterland.

Beim Tiroler Freizeitticket, also jener Karte, die in unserem Vergleich zahlenmäßig eindeutig die meisten, verschiedenen Attraktionen und Freizeitaktivitäten in ihrem Angebot vereint, würde besagte Familie – unter Berücksichtigung der Familienförderung des Landes Tirol – insgesamt 1.058,-€ bezahlen müssen. Auch hier gilt es zu erwähnen, dass die im Tiroler Freizeitticket inkludierten Attraktionen allesamt außerhalb des Zillertals liegen.

 

 

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Quelle: Screenshots von den jeweiligen Homepages (http://www.erlebnistherme-zillertal.at/; http://www.freizeitticket.at/; http://www.tirol-regio.at/)

 

Wird es die Fügen-Card weiterhin geben?

Eine der drängendsten Fragen, nach den anfangs erwähnten, diversen Wechseln der Verantwortungsträger, ist: ob es denn die Fügen-Card auch in Zukunft geben wird. Lt. Auskunft von Bürgermeister Dominik Mainusch wird es die Fügen-Card auf alle Fälle weiterhin geben. Bis dato hätte die Fügen-Card allerdings eine eher schwache Frequenz, das heißt relativ wenig Abnehmer gehabt.

„Wir werden uns darum bemühen, die FügenCard neu zu konzipieren, damit sie in Zukunft mehr Zulauf bekommt und im Idealfall noch familienfreundlicher wird.
Das grundsätzliche Konzept der FügenCard halte ich jedenfalls für sehr gut und ist es mir auch ein Anliegen, es weiter auszubauen.“

In Kooperation mit Heinz Schultz soll hier eine gute Lösung herbeigeführt werden, gleichzeitig sei man bestrebt, das bereits bestehende Angebot deutlich auszubauen.

Heinz Schultz betonte in Bezug auf die Fügen-Card bereits öffentlich, dass er sehr am Erhalt dieses Produkts interessiert sei. Ihm sei es aber vor allem daran gelegen, alle Einwohner, sowie die Hoteliers und Betriebe der ganzen Region gleich zu behandeln. Schon jetzt gäbe es große Zufriedenheit und Gerechtigkeit in Hinblick auf diese Thematik, weshalb er auch für die Zukunft optimistisch sei.

 

Mögliche Varianten einer Fügen-Card neu

Am Fortbestehen der Fügen-Card, in welcher Form auch immer, bleibt also kein Zweifel mehr. Interessant ist vor allem, inwiefern man sich seitens der Gemeinde Fügen, möglicherweise aber auch im Rahmen des TVB, zukünftig für die Förderung eines derartigen Angebots einsetzen wird. Bis dato wurden seitens der Gemeinde Fügen im Rahmen der ‚Familien- und Sportförderung‘ ab dem zweiten Kind 100,- gefördert, selbiges seitens der Gemeinde Fügenberg.

Durch den Eigentümerwechsel bei der Spieljochbahn haben sich hier neue Möglichkeiten aufgetan. So wäre für die nahe Zukunft eine regionale Freizeitkarte für das vordere Zillertal denkbar, langfristig vielleicht sogar ein Familienticket für die gesamte Region durchaus im Bereich des Möglichen. Ob, und zu welchem Preis Fügener Familien in Zukunft ein derartiges Freizeitticket erwerben werden können, wird sich zeigen.

Vielleicht gibt es ja bereits in einigen, wenigen Jahren ein dörferübergreifendes Freizeitticket. Bei einer talweiten Karte müsste man sich allerdings vorab – bspw. im Planungsverband – auf einheitliche Förderrichtlinien aller Gemeinden einigen.

 

 

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5 Gedanken zu “FügenCard

  1. Wir nutzen die Fügen Card jetzt auch schon seit einigen Jahren und sind froh, dass sie nicht abgeschafft werden soll. Was allerdings schade ist, dass wir in Uderns keine Förderung erhalten. Deshalb wäre es wahrscheinlich echt nicht schlecht, eine Karte für‘ s ganze Tal zu machen und jeder Bürger erhält eine Förderung von Land oder Gemeinde.

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    1. Hallo Florian! alle Fragen diesbezüglich bitte mit dem Bürgermeister bzw bei der Gemeinde Fügen abklären, da das Team FügenBlog hierauf leider keinen direkten Einfluss hat. Danke für dein Verständnis!

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