Spieljoch – jetzt ist es fix!

Bei den Sitzungen am Mittwochabend gaben die beschlussfassenden Gremien grünes Licht, für den Verkauf der Mehrheitsanteile an Liftkaiser Heinz Schultz.

Im FügenBlog dürfen wir exklusiv die Pläne der Familie Schultz für das Fügener Schigebiet vorstellen.

 

Zuerst nochmal zur Ausgangslage, hier gilt vor allem die nachfolgende Grafik als aufschlussreich. So konnte die Zahl der Nächtigungen in der ersten Ferienregion zwar kontinuierlich gesteigert werden, die im Abrechnungssystem der Seilbahngemeinschaft so wichtigen Ersteintritte waren bei der Spieljochbahn in den letzten Jahren jedoch leider rückläufig.

Dass sich etwas am aktuellen Ist-Zustand der Bahn ändern muss, das ist vermutlich der Wunsch der großen Mehrheit der FügenerInnen, die dadurch auch einem Verkauf der Bahn an die Schultz Gruppe sehr positiv gegenübersteht.

Der derzeitige Bestand bei der Spieljochbahn gilt weithin als veraltet, und entspreche nicht mehr den aktuellen Anforderungen der Branche. Bgm Mainusch bezeichnete die Bahn kürzlich sogar als im talweiten Vergleich nicht mehr konkurrenzfähig. Lt. Heinz Schultz liegt der Marktanteil der Spieljochbahn im Zillertal bei mageren 2 Prozent.

Vertragliche Rahmenbedingungen, Ausräumung bisheriger Bedenken

Wie bereits berichtet, haben sich die Gemeinden Fügen und Fügenberg, sowie der Tourismusverband Erste Ferienregion dazu entschlossen, ihre Anteile an die Schultz Gruppe abzutreten. Heinz Schultz übernimmt den Betrieb mit allen Rechten und Pflichten, daraus ergibt sich für die bisherigen Mehrheitsanteilseigner eine gänzliche Haftungsfreistellung und Schuldenübernahme. Außerdem übernimmt Heinz Schultz alle Mitarbeiter, inkl. noch offener Forderungen (wie bspw. Überstunden).

Bezüglich der Grundstücke bei der Talstation wurde vertraglich explizit ein Verbot der branchenfremden Verwendung auferlegt – dh diese gewidmeten Gründe dürfen nur zu seilbahnerischen Zwecken verwendet werden wie beispielsweise zum Bau einer Tiefgarage oder eines Parkhauses, aber auch wie angedacht für den Neubau der Talstation mit Gastronomie. Explizit nicht angedacht sind somit die Errichtung eines weiteren Hotels oder von Wohnanlagen.

Wie sieht die nahe Zukunft der Spieljochbahn konkret aus

Arbeiten wir uns von unten nach oben vor. Die Übungswiese soll zumindest im selben Ausmaß weitergeführt werden wie bisher. Hierfür wird seitens der Gemeinde ein jährlicher Zuschuss von 5.000,-€ gewährt, dafür dürfen ab der kommenden Schisaison, also dem Winter 2016/17, alle Kinder bis 10 Jahre gratis die Übungswiese benutzen.

Dorfzubringerbahn wird 10er Gondel

Die derzeitigen Bestände im Bereich Tal-, Mittel- und Bergstation werden ab Ende März 2017 vollständig abgetragen, und durch die Schultz Gruppe erneuert. Auch die Zubringergondel aus dem Dorf wird ausgetauscht, nämlich in eine 10er Gondel. Dadurch erreicht man nicht nur eine deutliche Kapazitätssteigerung, was die Anzahl der beförderten Personen betrifft, sondern trifft auch optimale Voraussetzungen für den Sommerbetrieb und die geplante Single Trail – Mountainbike Downhillstrecke. Fahrräder können einfach in der neuen Gondel transportiert werden, ohne dass zusätzliche Vorkehrungen notwendig würden!

2016-07-28 (5)
(c) Heinz Schultz, Schultz Gruppe

 

Am Berg soll zudem im nächsten Jahr der neue Speicherteich gebaut werden, wie von Schultz bei der Spieljochbahn Generalversammlung selbst angeregt, wird dieser mit modernen Kühltürmen ausgestattet sein, womit sich hier ein Investitionsvolumen von rund 5 Mio. Euro ergibt.

6er Sessellift Onkeljoch

Ein ebenfalls leidiges Thema, der in die Jahre gekommene 3er Sessellift am Onkeljoch. Den wird Heinz Schultz gegen eine moderne 6er Sesselbahn austauschen, in der Schifahrer und Snowboarder durch Sitzheizung und herunterklappbare Haube auch bestens gegen Wind und Wetter geschützt sind.

2016-07-28 (6)
(c) Heinz Schultz, Schultz Gruppe

Bei der neuen Sesselbahn am Onkeljoch handle es sich lt. Schultz zudem um einen sehr schnellen Sessellift, mit einer Beförderungsleistung von 6 m/s, absolut innovativ und auf dem neuesten Stand der Technik.

Insgesamt stehen im nächsten Jahr somit Investitionen im Ausmaß von zirka 45 Mio. Euro an, welche die Schultz Gruppe im Bereich der Spieljochbahn tätigen wird. Doch damit nicht genug! Das prestigeträchtigste Projekt des ganzen Umbaus am Fügener Hausberg ist sicherlich der geplante Zusammenschluss mit Kaltenbach.

 

Wie die Verbindung zwischen den beiden Schigebieten Spieljoch und Hochzillertal konkret aussehen wird, und welche Pläne Heinz Schultz für den Sommerbetrieb der Spieljochbahn hat, lesen Sie morgen im zweiten Teil zum Thema Spieljochbahn!

Sämtliches Bildmaterial mit freundlicher Genehmigung durch Heinz Schultz, zur Verfügung gestellt durch Schultz Gruppe.

Ich möchte den FügenBlog unterstützen!

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s