Personelle Neuerungen bei der Spieljochbahn

Wie erwartet gab es bei der gestrigen Vollversammlung der Spieljochbahn vor allem personelle Änderungen. Die wichtigste Aufgabe für den neu zusammengesetzten Verwaltungsrat wird es jetzt sein, die notwendigen 2,7 Mio. € für Speicherteich und Erweiterung der Beschneiungsanlage zu beschaffen.

Neben der Geschäftsführung mussten nach diversen Rücktritten auch Teile des Verwaltungsrats der Spieljochbahn neu besetzt werden. Im Vorfeld der Sitzung war hierzu bereits durchgesickert, dass sich die Vertreter der Hauptanteilseigner auf einen Kompromisskandidaten einigen konnten. Zudem war immer wieder die Devise, ‚weniger ist mehr‘ zu hören, was die Anzahl und personelle Zusammensetzung des zukünftigen Verwaltungsrats anbelangt. Die reguläre Neuwahl des Verwaltungsrates (Amtszeit 3 Jahre) wird erst 2017 wieder fällig, und die Statuten sehen hier eine gewisse Flexibilität im Falle von Rücktritten einzelner Mandatare vor. So hätten im konkreten Fall nicht alle acht gewählten Mandatare nachbesetzt werden müssen, lediglich fünf ausgefüllte Positionen galten diesbezüglich als Mindestanforderung.

Dem neuen Verwaltungsrat gehören nun nicht nur die neu gewählten Gemeindevertreter an, auch unabhängige Vertreter wurden in der gestrigen Sitzung gewählt.

2016-06-14 (2)
eigene grafische Darstellung, Namen ohne Titel.

Bei den drei Delegierten der Hauptanteilseigner gibt es nur eine personelle Änderung, bedingt durch den Wechsel auf dem Bürgermeistersessel. Womit Dominik Mainusch indirekt seinen Amtsvorgänger beerbt [Alt-Bürgermeister Höllwarth war Delegierter für die Gemeinde Fügen, als er Geschäftsführer wurde folgte Vizebürgermeister Rudolf Kößler] . Othmar Schober und Josef Unterlercher [vulgo ‚Schuh Seppl‘] sind bereits seit Längerem mit der Materie betraut.

Von den 8 gewählten Vertretern sind lediglich Ernst Erlebach und Christian Heim [Sohn von Jutta und Stefan Heim; Mittelstation ‚Kohleralm‘] bereits seit Beginn der Periode dabei und während der jüngsten Querelen auch nicht zurückgetreten.
Neu hinzugekommen sind seitens der Gemeinde Roland Unterlercher und Vizebürgermeister Oliver Anker. Ebenso Rechtsanwalt Martin Mauracher, der Gemeindevorstand in der Gemeinde Fügenberg ist. Vom TVB wurde Franz Opbacher vorgeschlagen, der nun ebenfalls gewähltes Mitglied des Verwaltungsrats ist. Auf Vorschlag von Bürgermeister Mainusch stand als unabhängiger Kandidat gestern auch Michael Kobliha [Hotel Alpina] zur Wahl, der einstimmig angenommen wurde.

Nachdem man sich im Vorfeld nicht über die Wunschkandidaten des TVB (Michael ‚Kostenzer‘ Huber) bzw. des Vizebürgermeisters (Daniel Unterguggenberger – vulgo ‚Sailer‘) einig werden konnte, sollte ursprünglich der achte Posten bis zur Wahl im kommenden Jahr vakant bleiben. Auf Antrag von Friedl Heim (‚Kohler‘) konnte schließlich noch Heinz Binder [Haidachhof] einen der begehrten Plätze im Verwaltungsrat ergattern. Letzterer gilt lt. Informationen der Redaktion in Fügens gesellschaftlichen Kreisen allerdings als höchst umstritten, ist seine Verbindung zu unserem Ort mutmaßlich doch weder durch grundbücherliches Eigentum bestätigt, noch durch familiäre Hintergründe. Jedenfalls ist bekannt, dass er sich bereits mehrfach erfolglos um politische Einflussnahme und diverse Posten bemüht hatte [Anm.: Gerüchten zufolge hätte Josef Egger sein Gemeinderatsmandat von der Liste Wiff zurücklegen sollen, damit Binder aufrücken hätte können. Ebenfalls haben sich Binder und P. Unterguggenberger um die Aufnahme als TVB-Mitglieder bemüht, der allerdings zwei Jahre vor Neuwahlen lt. einstimmigem Vorstandsbeschluss keine neuen Mitglieder aufnimmt.]. Mit der gestrigen Wahl Binder’s ist der politische Postenschacher der Familien Heim somit nun endlich von Erfolg gekrönt.

Geschäftsführer der Spieljochbahn ist nunmehr der bisherige Betriebsleiter Manfred Larch. Das Rücktrittsangebot des bisherigen GF Höllwarth (FügenBlog berichtete) wurde angenommen.

Analyse der Redaktion:

Als Zwischenfazit ist es hier wohl auch für den (politischen) Laien ersichtlich, dass der neue Verwaltungsrat mehrheitlich, in seiner Einstellung tendenziell sicherlich als pro-Schultz zu kategorisieren ist. Diese These stützt sich u.a. auf Verbindungen durch den Golfsport, die bisherigen Stellungnahmen der Hoteliers zum Schigebiet usw.

Auch wenn die Eigentumsstrukturen für die bevorstehende Wintersaison 2016/17 nicht verändert werden sollen, dürften mit der gestrigen personellen Besetzung des Verwaltungsrates bereits die Weichen für einen zukünftigen Verkauf der Spieljochbahn an die Schultz Gruppe gestellt worden sein. Nach Informationen der Bezirksblätter wolle man diesbezüglich demnächst mit Heinz Schultz in Verhandlungen treten.

Hinweis: zur Finanzierung Speicherteich wird demnächst ein gesonderter Artikel im FügenBlog erscheinen!

 

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