FügenBlog exklusiv: weiterer Kompetenzverlust im Fügener Gemeinderat!

Mit dem Rücktritt einer bewährten FWG-Mandatarin sinkt die Zahl der erfahrenen GemeinderätInnen in Fügen weiter.

Nach exklusiven Informationen des FügenBlog zieht sich Gemeinderätin Viktoria Müller (von der Liste 1 – Fügener Wahlgemeinschaft) mit sofortiger Wirkung aus der Fügener Gemeindepolitik zurück.

Mit Ablauf des gestrigen Tages wurde der schriftlich eingereichte Rücktritt wirksam. Dies bedeutet einen weiteren Kompetenzverlust für das Fügener Dorfparlament. Nach dem Abgang von GR Müller sind in der aktuellen Zusammensetzung des Fügener Gemeinderats mit Dreier, Huber, Neuner-Opbacher und Zeller nur mehr vier Gemeinderäte aktiv ins Sitzungsgeschehen involviert, die bereits in der vorherigen Periode Gemeinderatserfahrung sammeln konnten. Die Zahl der absoluten Neulinge in der Gemeindepolitik steigt – inklusive Bürgermeister und Vizebürgermeister – somit auf 11 (von 15).

Nach Müller’s Abgang rückt nun der nächstgereihte der Liste 1 – FWG nach, und so zieht nunmehr der NMS Lehrer Daniel Schmid in den Fügener Gemeinderat ein.

Müller selbst begründet ihren Rückzug aus der Gemeindepolitik in ihrer Stellungnahme gegenüber dem FügenBlog damit, dass sie ihre Energie in Bezug auf das Kommunalgeschehen nicht mit internen Machtkämpfen  vergeuden möchte. Nach dem Wahlausgang und dem Rücktritt der vor ihr gereihten Mandatare [Anm.: Höllwarth, Kößler und Baumann sind bereits vor der konstituierenden Sitzung zurückgetreten] sah sie die neue Zusammensetzung des Gemeinderats als Chance, in einem neuen Team mitzuarbeiten. Sie war neugierig auf die im Wahlkampf beworbene Transparenz, sah den Wechsel an der Gemeindespitze erst sehr skeptisch, stand der Veränderung und dem neuen Amtsverständnis nach anfänglichen Zweifeln dann jedoch positiv gegenüber.

Auf Mut zur Veränderung folgt Ernüchterung

Knapp 100 Tage nach der Wahl nun die Ernüchterung, die Gesprächsbasis mit dem Bürgermeister sei leider nicht mehr gegeben, bedauerte die scheidende Gemeinderätin.

Müller hätte sich die Gemeindearbeit und die Kooperation anders vorgestellt, als dies in letzter Zeit der Fall gewesen sei. Sie vermisse eine respektvolle Kommunikationskultur und einen angemessenen zwischenmenschlichen Umgang.

Abschließend wünscht Viktoria Müller den jetzigen GemeinderätInnen noch viel Kraft für eine sachliche Behandlung der anstehenden Themen und für uneigennützige Entscheidungen für Fügen!

 

Bürgermeister Mainusch war für eine Stellungnahme am Montag leider nicht erreichbar.

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