Veranstaltungen in Fügen

Die Temperaturen werden höher, die Hosen und Röcke der FügenerInnen kürzer – alle Zeichen deuten auf Sommer! In der warmen Jahreszeit treibt es aber nicht nur sportlich aktive Menschen vor die Haustür, auch für gesellige Freizeitaktivitäten ist bestens gesorgt – denn selten ist gemütliches Beisammensein so entspannend, als an einem lauen Sommerabend unter freiem Himmel!

Pünktlich zum verlängerten Wochenende wollen wir euch mit Neuigkeiten rund um Veranstaltungen und das Vereinsleben in und um Fügen versorgen. Und um seinem Ruf alle Ehre zu bereiten, hat der FügenBlog natürlich auch wieder einige Anregungen zum Nachdenken und Hintergründe für euch parat!
Nach dem Gauder geht’s erst richtig los! Wie jedes Jahr, wurde auch heuer mit dem traditionellen Gauder-Fest in Zell am ersten Maiwochenende die diesjährige Festl-Saison eingeleitet. Mit dem Fügenberger „Zuzäpfn-Fest“, den diversen Mai- und Pfingstfesten in der Region und der mittlerweile bereits legendären Beach-Party in Ried wurde nun auch im vorderen Zillertal offiziell die ‚Freiluft-Saison‘ eröffnet.

Doch während sich in den Nachbarorten einigermaßen viel tut, was Feste und Freiluft Veranstaltungen anbelangt, so sieht es in Fügen in diesem Jahr vergleichsweise mager aus. Lediglich drei Fixtermine stehen zur Zeit im Kalender – immerhin!

Den Anfang macht das Open Air Kino der jungen ÖVP am Dorfplatz, am 24. Juni. Das Fügener Dorffest wird am 2. Juli stattfinden, eine Woche später – am 9. Juli – gibts im Bereich des ehem. Bubenburg-Areals das Schlossfest, in zweiter Auflage.

Auch die legendäre EM-Party im Kosis stand heuer anfangs unter keinem guten Stern. Doch die gute Nachricht vorweg: sie wird stattfinden!

Doch weit weniger wichtig als die schiere Anzahl an Festivitäten, ist für viele die inhaltliche Ausgestaltung selbiger. Während im letzten Jahr die Besucher auf den örtlichen Veranstaltungen teilweise bis Sonnenaufgang feiern konnten, so sollen ab heuer strengere Auflagen gelten. Nach Informationen des Fügen Blog haben die Bürgermeister der Region vorderes Zillertal nämlich beschlossen, in Zukunft für Außenveranstaltungen generell nur mehr eine Sperrstunde bis 1.00 Uhr zu genehmigen.

[Anmerkung: auch bisher wurden Feste nicht ‚open-end‘ genehmigt, sondern meist bis ca. 02:00 Uhr, wobei spätestens zu dieser Zeit dann die Musik leiser oder abgedreht werden musste, dennoch konnten die Veranstaltungen in den meisten Fällen noch bis in die Morgenstunden weitergehen, nur eben in einem ruhigeren Umfeld. Bei einer – nunmehr scheinbar angedachten – strengen Auslegung der Sperrstunde müsste zur vorgegebenen Zeit nicht nur die Musik ausgeschaltet sein, sondern auch der Platz innerhalb einer angemessenen Frist danach geräumt werden. Hieße bspw. konkret: Musik aus um 00:30, Platz geräumt um 1.00 Uhr. Ggf. bei Nichteinhaltung empfindliche Verwaltungsstrafen für die Veranstalter.]

 

Welche Vor- und Nachteile hätte nun eine solche, vorgezogene Sperrstunde?

Ein Vorteil liegt natürlich klar auf der Hand, die geringere Lärmbelästigung der direkten Anrainer.
Wobei dieser Wunsch – nach geringstmöglicher Außenbelastung – sicherlich allgemein nachvollziehbar ist. Dennoch wurden hier im Rahmen des vergangenen Wahlkampfs Forderungen einzelner Personen/Familien laut, die zum Teil verwunderten. So ist die Belastung für ältere Menschen oder Familien mit Kleinkindern von besonderer Schwere, das Durchschlafen von höherer Relevanz. Anrainer, die direkt im Dorfzentrum ihr Eigenheim errichtet oder in einer sehr zentral gelegenene Mietwohnung ihr Domizil aufgeschlagen haben, dürften sich aber bereits im Vorfeld über diese Rahmenbedingung im Klaren gewesen sein. In der Diskussion wurde dies zuletzt häufig mit Anrainern an der Autobahn verglichen, die günstige Baugründe erwerben konnten, sich im Nachhinein aber über Lärm und Abgase beschweren. Oder jmd der sich in unmittelbarer Nähe einer Landwirtschaft niederlässt, und sich anschließend über die damit einhergehende Geruchsbelästigung verwundert.

 

Ein weiterer Vorteil ist rein wirtschaftlicher Natur, nämlich indem man durch die frühe Sperrstunde die Festbesucher dazu verleitet, noch in den ortsansässigen Betrieben zu verweilen und entsprechend zu konsumieren.
Dies ist einerseits nicht nur ein Gewinn für die hiesigen WirtInnen und LokalbesitzerInnen, die das ganze Jahr über feste Anlaufstellen im Ort sind, und nicht nur einmalig ein Fest ausrichten, und natürlich durch ihre Betriebe auch fleißig Steuern und Abgaben an die Gemeinde leisten. Nicht zu vergessen, gilt selbiges auch für die hiesigen Transportunternehmen, wobei fraglich ist, ob eine Versetzung der Sperrstunde von gravierender Auswirkung für das Taxigewerbe ist.

 

Als weiterer Vorteil wurde von zahlreichen BürgerInnen im Rahmen der Debatte zur Sperrstunde auch die Vermeidung von Vandalenakten genannt.
Selbstverständlich sind solche Akte von Vandalisten zu verurteilen! Hier stellt sich allerdings die Frage, ob sich die verfrühte Sperrstunde tatsächlich positiv auswirkt, oder potenziell Zerstörungswütige nur marginal tangiert.

 

Ein großer Nachteil, der von den Gegnern der Sperrstundenverkürzung immer wieder in die Diskussion geworfen wird, ist die Minderung der Einnahmen durch Ausschank.
Dies würde natürlich vor allem die Vereine treffen, deren Mitglieder durch die zeitlich begrenzte Möglichkeit zum Getränkeverkauf vermutlich deutlich weniger einnehmen würden. Ob ein ebenfalls vorverlegter Beginn der jeweiligen Festlichkeit hier Abhilfe schaffen könnte, sei dahingestellt.

 

Zu wünschen bleibt nur, dass es in Bezug auf Sperrstundengenehmigungen eine vollwertige Gleichberechtigung aller Veranstaltungen in Fügen geben wird! Nicht dass ein Verein, deren Mitglieder sich mit viel Herzblut engagieren um ein Dorffest zu veranstalten, schon um 1:00 Uhr früh die Schotten dicht machen muss, hingegen ein Hotelier ein Zeltfest bis 4.00 Uhr morgens veranstalten darf.

Die Frage ist auch, welche Prioritäten hier seitens der Gemeinde gesetzt werden. Sind Veranstaltungen im Dorfzentrum wirklich so störend, dass man sie fast vollständig verbieten (=nicht genehmigen) muss? Oder wäre es für die Anwohner im Zentrum nicht durchaus akzeptabel, wenn nicht sogar wünschenswert – wenn es mehr oder weniger regelmäßig – Open Air Veranstaltungen, mit Live Musik, gäbe? Hier geht es um ein eindeutiges Zeichen in Richtung der zukünftigen Entwicklung unseres Ortes, will man Jugend und Vereine fördern, gesellige Zusammenkünfte im Rahmen von Festen weiterhin ermöglichen? Oder soll Fügen ein Erholungsdorf werden? Diese Entscheidung – wie auch immer sie dann ausfallen wird – wird weitläufige Konsequenzen, nicht nur für die künftige Ausrichtung des Ortes (Ortsbild, Abwanderung junger Menschen,…) sondern auch für die ansässigen Betriebe, vor allem der Tourismusindustrie angehörige oder nahestehende Unternehmen haben.

 

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(c) em2016.com

Eine erfreuliche Nachricht zum Schluss: in wenigen Tagen geht sie los, die Fußball Europameisterschaft 2016! und Österreich ist mit dabei!!

Das offizielle Public Viewing in Fügen findet in der Herzal’m, am Parkplatz der Spieljochbahn statt! After Show Party jeweils im Kosis und/oder der Discothek Badwandl/Nightzone.

Ebenfalls werden die Spiele in den meisten Fügener Lokalen gezeigt, so zum Beispiel:

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    (c) Herzal’m Facebook
  • im Gasthof Giessenbach, respektive der River Side Bar – auf Großbildleinwand!
  • im Hotel Kohlerhof auf der Kohlerhof Sonnenterasse und im Pizz Pub – open End!
  • im Café Rainers – für jedes in der regulären Spielzeit erzielte Tor Österreichs gibt es einen gratis Shot für alle Gäste! Sollte Österreich es in’s Finale schaffen, spendiert das Café Rainers 500 Wiener Schnitzel mit Kartoffelsalat (Anmeldung via Facebook)!
  • in der Kosis Fun Food Bar
  • uvm.!

 

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